Dienstag, 9. Oktober 2012

Bye Sri Lanka

So schnell ist meine Zeit in Sri Lanka schon wieder vorbei. Und ich vermisse das Land jetzt schon! Es war echt entspannend und eine sehr schöne Zeit dort.


Aber vielleicht lag es vor allem an den Leuten. Die Leute dort sind extrem freundlich und wollen einem immer helfen. Nicht um Geld zu verdienen wie in Indien, nein…sie meinen es ernst und wollen nur das Beste für ein kleines einsames Mädel aus Deutschland :) 

Danke somit an Rudy, Anju, Lalith, Nish und all die anderen Freunde die meine Zeit dort unvergesslich gemacht haben!!! 
Aber nun zu meinen Aktivitäten dort :) Der Tagesausflug nach Kandy war richtig gut. Nisharnke und Lalith sind mit mir einmal quer durchs Land. Der erste Stopp war ein Elefanten Waisenhaus. Manche Tiere tuen einem wirklich leid, manchen fehlt ein Bein oder sie sind blind. Aber es ist überragend diesen Tieren so nah zu kommen. Danach ging es direkt nach Kandy zum Tempel of Tooth und zum Botanischen Garten. Sri Lanka hat eine beeindruckende Pflanzen- und Tierwelt. Überall ist es grün und gleicht einem Dschungel.

Nach ein paar Tagen in Sri Lanka mit den Einheimischen fühl ich mich nun auch richtig „angekommen“. Ich geh mit Ihnen zu Straßenständen zum Essen. Messer und Gabel sucht man vergeblich, wozu hat man schließlich Finger :) Doch genau das genies ich hier – zu leben wie die Einheimischen! Auch muss ich dank Lalith nie Touri-Preise bezahlen :) Er nimmt mich auch mit zu einer Buddha-Zeremonie, nicht als Tourist sondern nach der Art, wie sie es wirklich handhaben.

Ehrlich gesagt kann ich meine Zeit in Sri Lanka gar nicht richtig in Worte fassen. Die Zeit war eindeutig zu kurz, jedoch hab ich die paar Tage sehr genossen. 

Ich bin nun ein Profi im Verstehen des Cricket-Sports, liebe die vielen verschiedenen Früchte, hab meine erste Krabbe gegessen (frisch aus dem Fluss gefangen :) ) und vieles vieles mehr!!!

Wer mehr wissen will, der muss mich einfach fragen :)

Freitag, 5. Oktober 2012

Sri Lanka



Ich hab es gefunden…ein richtiges Paradies. Vor allem nach den letzten, etwas stressigen Tagen in Indien ist es hier in Sri Lanka für mich endlich wie im Urlaub! 
Nachdem ich letzten Sonntag früh im Hostel in Negombo aufgewacht bin, habe ich endlich Rudy erreicht. Er ist ein guter Bekannter meiner Arbeitskollegin Micha. Rudy wohnt südlich von Colombo in Aluthgama – und hier verbringe ich nun schon die letzten Tage…

Ich hab ein super Zimmer in einem Guesthouse von seinem Kumpel Anju – alles super sauber, ich bekomme verdammt leckeres Essen und dazu noch kostenlos die Insel gezeigt. Die ersten Tage war Chanarka (keine Ahnung wie man es schreibt :) ) mein Guide. Leider spricht er weder Englisch noch Deutsch, also war es zeitweise sehr still und somit das komplette Gegenteil von meiner Zeit in Indien :)
Mit seinem Roller sind wir durch die Straßen von Bentota und Aluthgama, vorbei an Kautschukplantagen, dem Brief (Anwesen) von Bewis Bawa, einem riesigen Buddha-Tempel, verschiedenen Märkten und natürlich auch ans Meer. Die Strände sind Gott sei Dank nicht so überlaufen. Doch für Wassersportler ideal…schöne große Wellen! Meine Hautfarbe gleicht sich nun immer mehr den Einwohnern der Inseln an – denn endlich wird das rot zu braun :) Dank der Ayurveda-Pflanze…

Am Abend sitzen wir dann alle zusammen, es kommen viele Freunde von Anju und Rudy. Gin und Rum werden hier wie Wasser getrunken und neben Shisha und ner Menge Essen wird Mensch-ärger-dich-nicht oder Karam gespielt. Auch die Verständigung klappt super – ein Mix aus deren Sprache, Zeichensprache, Englisch und Deutsch :) Es ist erstaunlich wie sich die Männer wirklich jeden Abend treffen und die Frauen zu Hause bleiben. So bin ich an allen Abenden immer das einzige Mädel, aber ich kann mich ja gut durchsetzen :) 
 
Eigentlich wollte ich auch am Mittwoch früh weiter nach Kandy und später ins Hochland Nuwara Eliya…doch ich hab mich spontan um entschieden :) Nach einem Bierchen am Strand und einem netten Gespräch mit Lalith bin ich wieder zurück zu Anju.   
Hier gibt es noch eine Menge mehr zusehen und momentan ist es auch mal ganz schön nicht ständig seine Sachen ein und auspacken zu müssen. So zeigte mir mein „neuer Guide“ Lalith eine Schildkrötenfarm, schöne Anwesen entlang der Insel bei einer Bootsfahrt auf dem Bentotariver und erklärte mir die Cricketregeln beim Spiel Sri Lanka gegen Pakistan. 
Auch konnte ich nun schon die einheimische Küche sehr gut kennen lernen. Neben ähnlichen Gerichten wie in Indien gibt es hier auch viel frischen Fisch, Srilankan Pizza und Sirlankan McDonalds – schmeckt beides sehr lecker – doch mein Lieblingsessen hier ist momentan zum Frühstück ein Toast mir frischer Maracuja :) Das Obst ist hier allgemein seeeeehr lecker! Alles frisch geerntet auf den Tisch – Mango, Papaya, Bananen, Ananas, Kokosnuss, Mangustinen, Wassermelonen…

Da Rudy sonst auch ein Guide ist, werden wir nun morgen einen Tagesausflug nach Kandy machen, d.h. 4:30Uhr aufstehen…aber das ist es wert, denn die Sri Lanka hat eine Menge mehr zu bieten als nur schöne Strände. 
Alles in allem bin ich sehr froh einen Stopp in Sri Lanka zu haben – die Freunde rund um Rudy kümmern sich total lieb um mich, passen auf mich auf, bekochen mich und zeigen mir ihr Land! Das Wetter und die unglaubliche Landschaft sind bisher auch unschlagbar…ich weiß ich komme irgendwann mal wieder hierher :)

Samstag, 29. September 2012

Agra – Varanasi – Delhi

Und schon wieder lass ich ein Land hinter mir, denn in wenigen Minuten geht es wieder in die Luft – Richtung Sri Lanka!

Doch in der letzten Woche konnte ich noch 2 weitere bekannte Städte anschauen. 

Mit dem Zug ging es letzten Sonntag von Jaipur nach Agra. Wieder etwas unbequem, aber wenigstens hat jeder von uns einen Platz, wenn es auch etwas einem „Viehtransport“ ähnelt - so eng wie wir sitzen :) Auch die Tuktuks oder  kleinen Taxis vom Bahnhof zum Hotel sind nicht immer komfortabel, da man zwischen all den Rucksäcken eingeklemmt versucht, sich nicht allzu viele blaue Flecke zu holen, bei der holprigen Fahrt auf löchrigen Straßen :) 

In Agra hatten wir auch das Glück 2 Tage lang die gleichen Tuktuk-Fahrer zu haben. So brachten sie uns vom Baby Taj zum Taj Mahal, weiter zum Restaurant oder auf Märkte und weiter zu Juweliergeschäften, bei denen sie Provisionen bekommen – wie soll‘s auch anders sein…
Das Highlight der Stadt ist natürlich der Taj Mahal. Wir konnten dieses riesen Monument bei Sonnenauf- und auch untergang sehen, doch meiner Meinung nach ist es mittlerweile nur noch ein Touri-Magnet und Geldmache. Der Eintrittspreis hat sich über die letzten Jahre verzehnfacht!!! 

Mir gefallen dann doch eher die „Localmarkets“ mit den frischen Gewürzen, riesen Verkaufsständen und den Einheimischen, die einem einfach alles andrehen wollen :) Auch konnte ich in Agra wieder eine neue Zeremonie nach dem Essen feststellen. In guten Restaurants gibt es für die Einheimischen ein kleines Tablett mit Anissamen und Zucker, beides wird zusammen gekaut und soll erfrischend wirken – naja…nicht ganz so mein Geschmack :)

Nach vielen weiteren kulturellen Erlebnissen ging‘s am Dienstag dann weiter nach Varanasi – wieder in einem Nachtzug! 12 Stunden Fahrt ohne richtige Toilette und mit Wasser & Keksen zum Frühstück werden bestimmt nicht zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Doch den größten Schrecken haben wir beim Verlassen des Zuges erlebt. Von einem unserer Mädels wurde der komplette Backpacker-Rucksack geklaut! Alles weg – Gott sei Dank hatte sie ihre Papiere und das Geld am Mann. Doch nun folgten für sie einige Stunden bei der indischen Bahnhofspolizei – die nicht wirklich strukturiert arbeitet und vor allem wenig Englisch spricht! Varanasi ist einfach ein Ort um Abschied zu nehmen – also haben wir es kurze Zeit später mit Humor genommen. Jeder hat Angie etwas gegeben, sodass sie die letzten Tage noch gut überstehen konnte. 
Doch viele andere Menschen kommen wirklich nur noch Varanasi um hier ihre letzten Tage zu erleben. Am Ganges werden 24h am Tag Menschen beerdigt. Entweder verbrannt und dann die Asche in den Ganges oder man wickelt die Leiche einfach grob ein und lässt sie auf dem Fluss treiben. So sahen wir bei unserer Bootstour einige dieser Zeremonien und auch ein paar „treibende Pakete“. Das für uns abartige an der ganzen Sache war jedoch, dass wenige Meter neben den Toten andere ihre „heiligen“ Waschungen vornehmen. Dementsprechend sieht der Ganges auch aus – man findet alles darin!

An einem Abend haben wir auch an einer „Flower-Ceremony“ teilgenommen. Sehr schönes buddhistisches Ritual, was aber mittlerweile auch schon wieder zu sehr von Touristen besucht ist.

Einen Touristenort wollte ich jedoch auch nicht auslassen – die German Brown Bread Bakery. Sehr nettes Restaurant vor allem um zum Frühstücken, da man mal wieder brotähnliche Gebäckstücke zu Essen bekommt :) Doch ich bin ja nicht unterwegs um Heimisches zu essen, deshalb ging’s in Varanasi vor allem an Straßenstände um Pokura mit Curry zu essen. Das günstigste und beste was ich bisher hatte. 14Rs – ca. 0,20€ :) Das gesparte Geld wurde jedoch dann wieder in Bier investiert, was nicht ganz so günstig war :) Aber man ist ja nur einmal in Indien und ein Partyabend mit meinen Mädels musste sein! Der Tag danach wurde auch dann ausgiebig zur Regeneration genutzt…

Letzter Stopp meiner Indientour war dann wieder Delhi – 14h im Nachtzug und mittlerweile sind die laufenden Händler im Zug für uns zur Gewohnheit geworden. Alle 5min läuft einer durch den schmalen Gang mit „Chai Chai Chai“, der nächste mit „Chips, Chocolate, Sweets“ und der nächste brüllt einem ins Ohr „Coffee, Tea, Coffee“ :)

Delhi sieht nun nach 20 Tagen irgendwie anders aus. Was einen am Anfang noch geschockt hat, ist nun zur Gewohnheit geworden. Die Straßen sind sauberer als an manch anderen Plätzen, es gibt doch Parks und grüne Flächen, der Verkehr ist gar nicht so unorganisiert wie gedacht  und auch das Essen auf der Straße ist sehr lecker! Einen kulturellen Punkt wollten wir natürlich auch noch machen, jedoch war das National Museum der größte Reinfall überhaupt :( Hätte ich das Geld doch lieber in Essen umgesetzt…

Alles in allem war Indien aber definitiv eine Reise wert. Ich habe außerdem tolle Menschen während dieser Tage kennen gelernt, viele Eindrücke gesammelt und einige Sachen von anderen Backpackern abschauen können, sodass ich mich nun etwas sicherer fühle allein weiter zu ziehen. Doch ich bin mir sicher…die nächsten Backpacker treffe ich bestimmt im ersten Hostel von Negombo!

Namasté!


Dienstag, 25. September 2012

Jaisalmer – Jodhpur – Udaipur – Pushkar – Jaipur

Gerade ist es 4Uhr und der Wecker klingelt schon wieder. Doch diese Aufstehzeiten bin ich mittlerweile gewohnt :)

Heute geht es weiter nach Agra, doch vorher noch ein kleiner Bericht der letzten Tage.

Es ist nun schon so einige Zeit vergangen und ich gewöhn mich an das indische Umfeld echt gut, ständige Hupgeräusche, strenger Uringeruch auf Straßen und an Bahnhöfen, bettelnde Kinder, holprige Straße mit dichtem Verkehr und ne Menge Staub, aber auch die schönen Seiten wie die leckere indische Küche, freundliche Einheimische, kulturelle Gewohnheiten und die Natur. Auch treffen wir viele andere Backpacker oder Deutsche die in Indien leben!
Vor ein paar Tagen sind wir endlich in schönere, grüne Gegenden von Indien gefahren. Meistens mit einem „Localbus“ geht es vom einem zum nächsten Ort. 7h Fahrt bei der man einer Menge Tiere in dschungelähnlichen Gebieten begegnet, aber auch sein Leben einem risikofreudigem Busfahrer anvertraut, der glaub ich nicht immer den Gegenverkehr oder die engen Serpentinen genau einschätzen konnte! 
Am Ende jeder Fahrt sind wir trotzdem immer gut in super Hotels angekommen, teilweise sogar mit Pool :)
 
In jedem neuen Ort gibt es von unserem Guide Shakti zuerst einmal einen „Orientation Walk“, grobe Fakten zum Ort und der Hinweis, was in den Tagen alles besichtigt und gemacht werden kann. So ging es in den meisten Städten zu Forts und Palästen, in Udaipur ein Bootstrip bei Sonnenuntergang, Bollywood-Filme beim Abendessen, Shoppingtouren und für einige auch Henna, Handlesen, Massagen und Kochkurs. 

Mein Highlight in Pushkar war die Wanderung auf einen Berg um den Sonnenaufgang zu sehen. Also 4Uhr aufstehen, 5Uhr mit allen „Freiwilligen“ losmarschieren um Punkt 6Uhr am Tempel anzukommen und einen der schönsten Ausblicke auf den Holy Lake und das komplette Umfeld zu haben.

Auf dem Rückweg waren wir Touris auch wieder einmal die Attraktion. Jeder fragt einen nach einem Bild, schnell werden Handy oder Fotoapparate gezückt und so bin ich auf bestimmt 35 Familienfotos wiederzufinden. Wahrscheinlich erklären sie ihren Verwandten beim nächsten Treffen, dass ich die reiche Bekanntschaft aus Europa wäre. So fallen uns auch immer wieder neue Namen ein, wenn wir gefragt werden. Einmal bin ich Julia aus Rom, dann wieder Lisa aus Schweden und gestern wurde ich sogar für eine Australierin gehalten :) Naja…wir lassen sie mal in dem Glauben!

Ihr seht mir geht es hier wirklich gut und auch mit der Gruppe komm ich gut zurecht. Auch wenn es nicht immer leicht ist mit so vielen Mädels eine lange Zeit aufeinander zu hocken, bin ich trotzdem froh, fast nur englischsprachige Leute erwischt zu haben. So verbessern sich hoffentlich langsam meine Sprachkenntnisse und ich kann dann beruhigt allein weiterziehen.

Doch der Vorteil an einer Gruppe ist natürlich nicht allein zu sein, wenn es einem auch mal schlecht geht. So wie mir ca. 2 Tage. :( Hier nennt man es liebevoll Delhi Belly (Aussprache: Delly Belly)…aber es musste ja so kommen, dass irgendwann der Magen mal verrücktspielt. 

Das häufigste Verkehrsmittel was wir hier nutzen ist eindeutig das Tuktuk. Auch mich ließ ein Fahrer mal ans Steuer – sehr lustig im stressigen indischen Verkehr :) Manchmal haben wir auch Tuktuks für einen Tag, die uns dann von Punkt zu Punkt bringen, doch meistens enden diese Touren in irgendwelchen Manufakturen mit „Verkaufsshows“ wobei die Fahrer Provisionen bekommen. So zum Beispiel auch in Jaipur beim Sari-Shopping :) 
Da ich arme Backpackerin bin hab ich nur mal einen anprobiert ohne zu kaufen…ist schon ein schönes Gefühl sich mal kurzzeitig wie eine indische Prinzessin zu fühlen, auch wenn man anfangs ziemlich „reingeschnürt“ wird!

Nach knapp der Hälfte der Zeit, will nun jeder von uns auch mal wieder einheimisches Essen, sodass es ab und an auch mal in einen MC Donalds geht oder wir uns einen Brownie gönnen! Doch meiner Meinung nach geht nichts über ein leckeres Dal und Reis mit Roti oder Naan, dazu ein Lassi – PERFEKT! 

So, und nun zum Schluss noch bisschen was kulturelles :) Wir bekommen natürlich ne Menge über die Geschichte und das Leben hier mit. Interessant waren die Bedeutungen der einzelnen Tiere in Indien: Elefant steht für Glück, aufgrund des Ganesha; Pferd für Stärke, Pfau für Schönheit, Kuh für das Heiligtum, Tiger für Mut und Kamel für Liebe! Warum für Liebe? Ganz einfach: „If you can love a camel, you can love everyone!“ :) 

Weiteres folgt…


PS.: Der Text war eigentlich für den 23. Bestimmt…aber Internet ging mal wieder nicht :(

Donnerstag, 13. September 2012

Delhi - Bikaner

Namasté! – Eins der Wörter die ich mittlerweile in Hindi kann. Aber es meint so gut wie alles…hallo, guten Morgen, guten Abend, danke,… :)


Nun sind die ersten Tage meiner Indientour schon rum und ich bin mehr als begeistert. Dieses Land hat einfach so viel zu bieten und ist ein richtiger Kulturschock zu Deutschland.

In Delhi ist es einfach nur voll – voll von Menschen, Müll, Dreck, Tiere, Autos! Nachdem ich meine „Reisegruppe“ gefunden hatte, gings mit unserem Guide auch schon direkt ins alte Delhi zu einem Sikh-Tempel. Wir haben an der kompletten Zeremonie teilgenommen. Doch nicht nur die Gebete sind Teil der Zeremonie sondern auch gemeinsames Essen in einem Raum. Vorher konnten wir noch sehen, wie alles zubereitet wird, aber kurze Zeit später saßen wir schon auf dem „heiligen“ Boden und aßen mit den Fingern Reis, Naan-Brot, Dhal (Kirchererbsenpüree – leicht scharf). Es gab auch ständig Nachschlag sobald etwas leer war. Angie (Österreicherin) hatte Gott sei Dank eine kleine Flasche Whiskey dabei, so werden nach dem Essen alle Bakterien gleich wieder abgetötet :)
Zu Fuß, per Rikscha und Tuktuk gings dann weiter zu anderen Sehenswürigkeiten, Moscheen, Märkten etc. Vor allem die engen Gassen im alten Delhi, wo sich die Märke befinden sind beeindruckend! Massig Menschen, alles sehr dicht nebeneinander und trotzdem fahren noch Rikschas und Mopeds mit lautem Hupen durch! Auch der Geruch war teilweise extrem schlimm.
Doch den bisher schlimmsten Gestank hatte ich einige Stunden später auf einer indischen Bahnhofstoilette. Nun weiß ich, dass ich für 3 Minuten locker meine Luft anhalten kann :)

Von Delhi brachte uns ein Nachzug dann nach Bikaner. Immer 6 Personen teilten sich eine Nische im  Zug. Wobei es schnell enger wurde, da alle Einheimischen beeindruckt von uns waren. So setzen sich einer nach dem nächsten zu uns um mit uns zu reden und Fotos zu machen. So ging die Nacht schnell rum und schlafen war ohnehin kaum möglich.
Doch uns erwartete kurze Zeit später eine super Villa in Bikaner. Endlich konnten wir duschen, wenn auch nur kurz (10 Mädels, 1 Dusche, 1h Zeit) :)
Nach einem leckeren Frühstück ging’s endlich auf Kamelsafari. Jeder hatte sein eigenes Kamel und einen Kamelführer, allerdings hatte ich mal wieder das Glück auf einem alten Tier zu hocken, dass ständig ausschlug so konnte ich nach einer Stunde nicht mehr sitzen. Knapp 3 Stunden auf einem Kamel ist einfach zu lang :) Aber das Team versorgte uns gut mit Essen und Chai-Tee. Im Camp angelangt konnten wir auf einer Düne den Sonnenuntergang bei Sandsturm beobachten. Es ist ein einmaliges Erlebnis mitten in der Wüste zu sitzen, bei Dunkelheit noch ewig zu reden um dann unter dem Sternenhimmel einzuschlafen! Das war bisher die beste Nacht meiner ganzen Reise!!! Jetzt müssen nur noch alle die Wünsche der Sternschnuppen in Erfüllung gehen! :)
Wir wurden am nächsten Morgen vom Sonnenaufgang geweckt und nach einem Frühstück gings auch schon wieder zurück in die Villa. Duschen war nun dringend nötig…ich hab noch nie so viel geschwitzt in meinem Leben vom nichts tun! Dazu noch die Sonnencreme, Moskitoschutz und Sand – tolle Mischung :)
Aber irgendwie gewöhnt man sich an vieles…wenn hier irgendwas dreckig ist, dann bestimmt nicht wir – es ist schließlich Indien, da gehört Dreck einfach dazu!